Reise blog von Travellerspoint

Frisch verliebt und das Ende naht

Der letzte Abschnitt einer beeindruckenden Reise

sunny

Hallo liebe Leser,
Willkommen bei meinem wohl letzten Eintrag. Es ist der letzte Tag meiner Reise und ich sitze mit einem Kaffe im Starbucks auf dem Plaza Singapura. Glücklich und zugleich sehr traurig blicke ich auf meine letzten acht Wochen zurück und möchte Euch abschließend von meinen eindrucksvollen letzten fünf Tagen berichten.
Nachdem ich im Taxi endlich aufhörte, zu weinen, kam ich am Busbahnhof an und wusste ja schon von meiner Reise nach Kambodscha, wie das mit dem Bus zum Flughafen funktioniert, nur das ich diesmal ungefähr fünfundreißig Kilo mehr Gepäck hatte. Die Fahr verlief reibungslos, alle waren sehr nett zu mir (so oft finden sich dort am Busbahnhof wohl keine allein reisenden blonden Frauen) und obwohl die Fahrt nur eine Stunde dauerte schlief ich wie ein Baby. Gepäck abgeben, fünf Kilo Übergepäck bezahlen, was Essen, mich für meinen schweren Rucksack selbst verfluchen und schnell noch versuchen, ins Internet zu gehen, denn ich hatte versäumt, mir die Adresse des Hostels in Hongkong aufzuschreiben. Daran erkennt man, wie aufgeregt ich war, dort hin zu fliegen. Wie oft im Leben bekommt man schon eine so großartige Chance? Noch dazu, wenn man in den letzten sieben Wochen schon durch halb Südostasien gereist ist?! Trotz meiner Aufregung und meiner tiefen Dankbarkeit, schlief ich auch in diesem Flugzeug wieder wie ein kleines Baby in Mamas Arm und wachte beim Landeanflug auf HK wieder auf. Ich war glücklich! Doch leider erreichte ich Seth, der Hongkonger Praktikant, der schon zwei Wochen eher heim geflogen war, nicht auf seinem Handy. (Dafür musste ich einem Mobilfunkladen nach einem Ladekabel fragen, um seine Nummer aus meinem ungeladenen Handy zu bekommen!) Machte mir aber nichts, denn ich nahm einfach den Bus und ließ mich mit meinem tonnenschweren Gepäck durch die unglaubliche Metropole fahren. Unglaublich! Ich wurde gar nicht mehr fertig mit staunen. Ein Wolkenkratzer neben dem nächsten. In dieser Stadt schien es kein Haus zu geben, das weniger als zwanzig Stockwerke hat. Gott, waren da viele Menschen und ich hatte keine Ahnung, wo ich aussteigen musste, denn der Busfahrer verstand kein Englisch. Ein freundlicher Geschäftsmann, der auch nach Tsim Sha Tsui wollte, machte mir dann klar, wo ich raus musste. Sogleich wurde ich dann auch von dutzenden von Indern umzingelt und gefragt ob ich eine gefälschte Markenuhr, ein Zimmer, gefälschte Taschen, eine Massage oder einen Schneider bräuchte. Instinktiv ging ich ohne einen Stadtplan zu haben in die richtige Richtung und erreichte das Hochhaus in dem mein Hostel sein sollte. Das Staunen hörte auch hier nicht auf, denn sowas hatte ich noch nicht gesehen: ein zwanzig stöckiges Haus, vollkommen eingerüstet, aber nicht mit einem Metallgerüst, sondern einem Gerüst ganz aus Bambusstangen! Unwahrscheinlich! Mein Hostel sollte in der dreizehnten Etage sein und ich bekam, nachdem ich das Zimmer mit allem Geld bezahlte, dass ich am Flughafen getauscht hatte, ein Zimmer für zwei, weil nichts anderes frei war, sollte es aber am nächsten Tag tauschen. Ich hatte ja gelesen, dass die Zimmer hier klein sind, aber so klein?! Ich kann mir nicht vorstellen, wie zwei Personen in einem solchen Wohnklo klarkommen sollen. Für mich allein wars klasse, neu gemacht und Klimaanlage, warmes Wasser, aber ohne Fenster. Habt ihr schon mal in einem Zimmer ohne Fenster geschlafen? Weils nicht hell wird, schläft man einfach ohne jegliches Zeitgefühl. Doch vor dem Schlafen gehen, rief ich Seth an, der mich schon erwartete und mit mir und einer ganz süßen Freundin von sich noch was essen ging. Doch der Hammer kam danach. Nicht nur, dass ich noch nie eine so riesige Ansammlung mächtig großer Markengeschäfte (Gucci, Chanel, Esprit, Rolex usw. haben in HK ihre Flagshipstores) gesehen habe, doch mein Atem stoppte beim Anblick der Skyline. Ich dachte Singapur wäre bombastisch mit seiner Skyline, doch was ich dort sah, war einer nicht enden wollende Anhäufung, toll beleuchteter Hochhäuser, die sich über Kilometer hinzog! Ich war auf den Schlag verliebt in diese Aussicht! Nach dem Abschied von Seth und Cynithia schlief ich bis fast Mittags, bevor ich mich auf die Suche nach Kaffee und Internet machte, um anschließend meinen Sightseeingplan zu starten. Es zog mich zum gleichen Platz, wie am vorherigen Abend und bei einem Kaffe im Starbucks starrte ich glückerfüllt abermals auf die Skyline, um dann das Artmuseum und das historische Museum zu besuchen und mich dann schrecklich zu verlaufen auf der Suche nach dem Jade oder Ladiesmarkt. Sage und schreibe zwei Stunden später hatte ich dann zumindest das richtige Viertil gefunden, doch beide Märkte blieben für mich unauffindbar. Dafür hatte ich aber den Ort des Nachtmarktes gefunden. Was mir 17 Uhr leider mal gar nichts nützte, weil gerade erst langsam begonnen wurde, die ersten Stände aufzubauen. Ein Spaziergang durch die nächsten Blocks zeigte mir, wie eng Hongkong sein kann und wie weit man von englischer Sprach weg sein kann, denn selbst im Mc Donalds fand ich nur sehr schwer eine Karte, die neben chinesischen Schriftzeichen auch eine englische Beschreibung enthielt. Weil ich schon wieder nicht mehr wusste, wo genau ich war, der Jade und der Ladiesmarkt schon geschlossen hatten und die Polizei mir irgendwie auch nicht helfen konnte, nahm ich einfach ein Taxi zur Avenue of Stars. Die ist direkt neben dem Museum of Art, was mir wiederum zum dritten Mal den Ausblick auf die Skyline Hongkong Islands brachte. Leider kannte ich nur genau zwei der Stars, weil alle aus Hongkong kommen und ich mit asiatischen Filmen so gut wie nichts zu tun habe. Als ich einen Kiosk fand, der mir eine deutsche Zeitung verkaufte, entschied ich, einfach zeitunglesend eine Stunde auf die Fähre zu warten, von der aus ich die Lightshow der Hochhäuser betrachten wollte. Das hat super geklappt, bis mein Fotoapparat auf der Fähre keine Batterie mehr hatte. Doch der Eindruck bleibt für immer in meinem Kopf! Den Abend schloss ich mit einem Schokoladenmartini in einer Bar in der obersten Etage eines Hochhauses ab. Weil der so stark war, ging ich auch bald ins Bett und wachte erst gegen Mittag auf (wegen fehlenden Fensters). Diesmal ging ich in ein anderes Kaffee und lernte zwei Briten kennen, die auch auf dem Weg zum Ladies und Jademarkt waren. Super, denn die hatten einen ziemlich guten Orientierungssinn. Beide Märkte waren schön und ich kaufte mir eine neue Kette und wunderte mich, dass es wohl in ganz Asien die gleichen gefälschten Uhren und Markenhandtaschen gibt. Beim Essen stieß Seth zu uns, der uns lachend erklärte, dass er uns in diesem Gewimmel gefunden hatte, weil wir im einzigen Restaurant mit englischer Karte saßen. Gemeinsam machten wir uns auf zur Peak Tram, die uns auf die Spitze des Victoria Berges bringen sollte. Doch leider verliefen wir uns und kamen erst an der Haltestelle an, als die Lightshow, die wir von der Bergspitze aus betrachten wollten, schon angefangen hatte. Inzwischen war auch Cynthia wieder bei uns und auf Anhieb verstanden sie und der eine Brite sich blendend. Die beiden Briten waren echt super nett und mächtig verrückt und wir hatten tierischen Spaß. Nach einem Essen verabschiedeten wir uns von den beiden Honkongern und machten uns auf in ein Viertel namens Lang Kwai Foon. Sowas wie eine Pub Street, wie in Kambodscha. Alle drei mussten wir lachen, denn wir hatten keine feiernden Massen in mitten Hongkongs erwartet, wie wir es in Siem Reap gesehen hatten (die Briten waren zwei Wochen in Kambodscha unterwegs). Bei viel Bier und lauter Musik ließen wir den Abend ausklingen und fuhren mit einem viel zu schnell fahrenden Minibus zurück zum Hostel (wir waren alle im gleichen). Am nächsten Morgen trafen wir uns wieder um den giant Buddah anzusehen, der auf einer der outlaying Islands sein sollte und anschließend an irgendeinem Strand baden zu gehen. Es dauerte über drei Stunden, bevor wir endlich den Buddah sahen, denn die Fahrt mir der U-Bahn dauerte ewig und die Seilbahn, die eigentlich zur Bergspitze fahren sollte, fuhr nicht. Nach gefühlten zweihundert Stufen betrachtenten wir einen wirklich gigantischen Buddah, doch es war zu touristisch, als dass auch nur ein Hauch von Spirit auf uns überspringen wollte. Also ging es verschwitzt zurück zum Bus und wir beschlossen, dass wir es wohl auf keine weitere Insel mehr schaffen würden, wenn wir diesmal die Lightshow vom Berg aus betrachten wollten. Doch vom Bus aus sahen wir einen so wunderschönen und menschenleeren Strand, dass wir prompt den Busfahrer anhalten ließen und aufgedreht wie kleine Kinder durch den Sand und ins pisswarme Wasser sprangen. Bezaubernd. Eine solche Oase im sonst so überfüllten und geschäftigen Hongkong hatten wir nicht erwartet. Zum Abschluss ein Bierchen, bevor wir mit Bus und U Bahn zum Treffpunkt mit Seth und Cynthia fahren wollten. Daraus wurde leider nichts, denn es kam erst ewig kein Bus und dann erwischten wir die langsamste Fähre der Welt, verpassten die Lightshow zum zweiten Mal und kamen zwei Stunden zu spät zum Treffpunkt. Wir konnten nicht mal Bescheid sagen, weil mein Handy abermals versagt hatte (Ich hasse das Teil und werde den Verkäufer, der mir versicherte, dass es ein unwahrscheinlich verlässliches Gerät ist, sehr beschimpfen (wenn ich den Mut finde)). Und so landeten wir zum Essen wieder in der Pub Street und fuhren mit dem Taxi zum Nachtmarkt. Leider fuhr der böse Taxifahrer ungefähr zehn Blocks zu weit und wir mussten zurück laufen und sahen nur das Ende des Marktes. Was nicht schlimm war, weil es eh nur Schund zu kaufen gab. Im Seven Eleven kauften wir noch Bier und quatschten bis tief in die Nacht hinein über Gott und die Welt, bevor ich mein Handy auflud und Seth schnell eine Entschuldigungs-SMS schickte und einschlief. Ich stand nur schnell auf, um meinen Hostelaufenthalt um einige Stunden zu verlängern und schlief, bis ein Anruf von Seth mich weckte, der mir versicherte, dass er nicht sauer sei und sich nur Sorgen um unsere Sicherheit gemacht hatte. Mit Seth und zwei seiner Freunde gingen wir wirklich typisch chinesisch Mittag essen, bummelten durch die Flagshipstores und ich bewunderte ein letztes Mal die vielen Wolkenkratzer, bevor ich mich traurig von Seth, seinen Freunden und dem wundervollen Hong Kong verabschiedete. Pünktlich erreichte ich den Flughafen und flog nach Singapur, ohne ein Zimmer gebucht zu haben. Das erledigte ich schnell am singapurer Flughafen um nachts halb eins und ließ mich mit einem Shuttlebus zum Hotel bringen (nicht schön, aber für Singapur billig). Nun sitze ich hier und erkenne traurig, dass eine wundervolle Reise Morgen enden wird. Mir kullern die Tränen von den Wangen, wenn ich daran zurück denke, wie erschreckend, ernüchternd, berührend und erfahrungsreich die letzten zwei Monate waren. Ich bin sehr dankbar, diese großartige Chance bekommen zu haben. Was ich hier über mich, andere Menschen und die Welt gelernt habe, ist unbezahlbar und war wirklich eine lebensverändernde Erfahrung. Ich denke an Kakerlaken, die mich erst in Panik versetzten und mich zum Schluss kaum noch erschreckten, an zahllose Mückenstiche, Geckos, tolle Menschen, die schwierige Kommunikation zwischen den verschiedenen Kulturen, falsche Erwartungen, meine erfüllten Träume, wie sehr ich Deutschland, meine Familie und meine Freunde vermisst habe, den zehn Kilometer Lauf, den Jungle in dem die Uni ist, traumhafte Strände, mein verbessertes Englisch, beeindruckende Strände, bedrückende Armut, extreme Gottestreue und die viele Zeit, die ich mit nachdenken verbrachte. Acht Wochen, die mir Zeit gaben, nicht nur die Welt, sondern auch mich selbst besser kennen zu lernen. Ich habe gesehen, das ich meine Grenze erweitern kann, wenn ich will, dass Welt unwahrscheinlich schön sein kann und wie viel Spaß es macht, seinen Weg von heute auf morgen zu ändern. Ich bin glücklich! Über alles, was ich erlebt habe und auch wieder heim zu kommen.
Vielen Dank an all diejenigen, die mich ermutigt und unterstützt haben!

Eure bald heim kehrende Liv!

Eingestellt von Olivia1986 00:07 Archiviert in Hong-Kong Kommentare (0)

Die letzten Tage in der UUM

Eine Kulturnacht, ein malaysischer Tanz und eine unerwartet schöne Hauptstadt

rain

Hallo ihr fleißigen Leser!
Was ist wohl geschehen, nachdem ich auf Kambodscha zurück war und die Cultur Night anstand? Am ersten Tag selbstverständlich nichts! In der Uni war alles geschlossen und wir Praktis waren so ziemlich allein. Abends trafen wir uns dann, um den viel zu komplizierten malaysischen tanz nochmal zu proben. Beim ersten und zweiten Versuch klappte natürlich nichts. Wir alle hatten so ziemlich alles vergessen. Nach zwei Stunden hätten wir vom Regen wieder trocken sein können, wenn wir nicht so sehr geschwitzt hätten. Doch unsere süßen „Lehrerinnen“ ließen uns nicht gehen, bevor wir es nicht drei Mal am Stück halbwegs fehlerfrei tanzten. Doch die Aussichten waren vielversprechend. Für unseren großen Auftritt sollten wir Kostüme bekommen und geschminkt werden. Alles super, bis wir erfuhren, dass wir dank Ramadan keinen Liveauftritt machen durften. Wir entschieden, es als Video aufzunehmen und auf der großen Leinwand zu zeigen. Stephan war noch nicht angekommen und den Deutschlandstand hatte ich eh allein geplant. Umso schlimmer, als er sich am nächten Nachmittag trotzdem einmischte und seine drei Broschüren auf der Hälfte des Tisches verteilte. Sah ziemlich ärmlich aus im Vergleich zu meinen fünfhundert. Doch was solls, dachte ich mir. Ich war eh mehr mit Tanzen, Schminken und im Kostüm wie eine Prinzessin fühlen beschäftigt. Wir brauchten wieder fünf oder sechs Versuche, bis wir es vorzeigbar hinbekamen (probiere das Video hochzuladen) und lachten unglaublich viel dabei. Anschließend musste ich wieder in meine vom Regen pitschnasse Hose steigen und erzählte wie ein Weltmeister von meinem großartigen Land. Ziemlich schnell bekamen wir alle jedoch mit, dass nur AIESECer anwesend waren und all unsere Werbung nichts gebracht hatte. Doch das war auch ebenso schnell wieder vergessen, als wir alle zusammen unseren letzten Abend in der UUM feierten. Bis morgens um fünf Uhr planten die zwei Hongkongerin und ich meinen Trip und wir hatten viel Spaß. Das Meiste hatte ich ja schon gepackt und so war es nicht schlimm, dass ich bis Nachmittag zwei Uhr schlief. Schnell noch das Letzte in Koffer und Rucksack gepackt, mal eben noch übers Internet ein Hostel in K.L. gebucht, bis es mit einem ganzen Tross zum Unihotel ging, wo uns der Bus abholen sollte. Alle, die noch da und nicht krank waren, verabschiedeten Vanja, Ksenija und mich mit einem unglaublichen Tränenmeer. Im Bus konnte ich gar nicht schlafen und war mächtig unzurechnungsfähig, als wir sieben Stunden später (morgens um fünf Uhr) mitten in der Hauptstadt standen und gleichzeitig versuchten, Taxifahrer los zu werden und den Weg zum Hostel auszumachen. Nach zehn Minuten überlegen und zw2anzig Minuten laufen, war es geschafft und wir konnten unsere müden Häupter in einem mehr oder weniger gemütlichen Quartier betten. Nach sechs Stunden Schlaf, waren wir bereit, K.L. unsicher zu machen. Der erste Weg führte uns selbstredend zum Starbucks, wo wir mit Kaffee und Kuchen den Tag ein zweites Mal begannen. Shopping, viel Laufen und Petronas Twin Towers bestaunen füllte den Großteil unseres Tages, bis wir abends schließlich Geiza und die Ägypter zum Essen trafen. Leider verloren wir uns alle zwei Minuten später in der berühmtesten Einkaufsstraße in Chinatown (eine Querstraße von unserem Hostel entfernt) und brauchen eine halbe Stunde, bis wir uns alle wieder gesammelt hatten und zum Essen und nem Bierchen aufbrechen konnten. Lachen mussten wir alle, als die Karte eine Seite enthielt, die mit „knochenloses Entenfleisch“ betitelt war, denn ich hatte mich ja die letzten Wochen fast täglich über Knochen im Entengericht aufgeregt. Die Ente blieb leider nur so lange Knochenlos, bis Mustafa anfing seine Krabbe zu essen und Krabbenpanzer über den ganzen Tisch in jedes Essen flog. Fand ich total widerlich, doch das mit den Sloweninnen geteilte Bier tröstete mich. Nachts um zwei Uhr beschlossen wir den Abschied und abermals flossen Tränen wie Wasserfälle, denn langsam wurde uns allen klar, dass sich manche von uns wohl nie wieder sehen würden, weil wir eben alle von drei verschiedenen Kontinenten kommen. Am nächsten Morgen wurde fleißig gepackt, schnell noch die letzten Fotos getauscht und endlich das Zimmer geräumt. Bis dahin hatte ich bei allen Abschieden nur ein bis zwei Tränen verloren, doch als ich zum letzten großen Abschied meiner unglaublich schönen Reise aufbrach und nur noch die Sloweninnen zu verabschieden waren, brachen auch bei mir alle Dämme, denn die Rückkehr in den Alltag nahte. Ich heulte, wie ein Schlosshund und bald war auch bei Vanja und Ksenija nichts mehr zu halten und erst, als sich der Taxifahrer dank meines Koffers fast das Rückgrat brach, konnten wir wieder wider lachen.
Und ab ging es zu einer neuen, spannenden Stadt…

Eure aufgeregte Liv

Eingestellt von Olivia1986 00:04 Archiviert in Malaysia Kommentare (0)

Kambodscha, die Zweite

Weitere Erfahrungen aus einem der ärmsten Länder der Welt

sunny

Liebe Leser,

Vielleicht habt Ihr Euch schon gefragt, was an meinen beiden anderen Tagen in Kambodscha geschehen ist?! Nunja, ich will Euch nicht länger auf die Folter spannen. Am zweiten Tag ging es schon recht zeitig für mich los. Um Zehn Uhr wurde ich vom Tuk-Tuk-Fahrer abgeholt und zu einem weiteren Tempel gefahren, der mich aber bei weitem nicht so beeindruckt hat, wie der erste, den ich mir angesehen habe, Angkor Wat. Abgesehen davon, war dieser Tempel auch von unzähligen Japanern besetzt und man konnte sich kaum bewegen. Ergo habe ich versucht, eine ruhigere Stelle zu finden oder zumindest den Ausgang. Den Ausgang habe ich nicht alleine gefunden, dafür aber eine unheimlich ruhige Ecke, von der aus ich beobachten konnte, wie ein Teil des Tempels fachmännisch rekonstruiert wurde. Um den Ausgang zu finden, brauchte ich dann doch Hilfe…typisch Frau, völlig ohne Orientierungssinn *lach. Wieder beim Tuk-Tuk angekommen und von keinem der rumspringenden Kinder irgendwas gekauft, ging es einen langen Weg zu einem Wasserfall. Doch dieser Weg sollte nicht so einfach werden, denn mitten in der Pampa versagte die 110 cc Maschine (oder Maschienchen?). Mich störte das nicht weiter, doch der Fahrer geriet ganz leicht in Panik, fragt aber einfach beim nächsten Haus nach einer Art Werkstadt. Tuk-Tuk abgeschraubt, fünf Minuten das Moped durch die Pampa geschoben (bin immer artig hinterher getrottet), dauerte es 20 Minuten, bis alles wieder heile war. Unter Werkstadt versteht man in diesen Breitengraden, dass man das Vehikel unter ein Dach stellt und Sohnemann lieb das Werkzeug entstaubt dem Papa reicht, denn betonieren darf dort keiner, wo UNESCO dran steht. Tuk-Tuk wieder dran geschraubt und weiter zum Wasserfall. Das hatte ich mir ja ganz anders vorgestellt! Von klettern hatte ja keiner was gesagt. Boah, war ich froh, an diesem Tag Turnschuhe zu tragen! Allein kletterte ich also mitten durch den Jungel, einen kaum erkennbaren Weg entlang, in Erwartung ein unglaubliches Naturschauspiel vorzufinden. Nach 1,5 km war ich nass, wie nach einer Dusche (und das ohne Regen!) und mächtig alle. Mit Natur hatte das alles wenig zu tun, aber vor langer Zeit hatten sich Leute die Mühe gemacht und Bilder in die Steine des Wasserfalls gemeißelt. Wunderschön! Der Weg bergab war nicht leichter als der nach oben und so musste ich erstmal was essen, als ich unten ankam. Hat irgendwie satt gemacht, aber schmecken tut mir das Essen hier nicht so wirklich. Das einzige, was ich wirklich gern esse ist Chicken Satay. Wenn ihr wollt, kann ich das auch mal für Euch versuchen? Das nächste Grillen kommt bestimmt! Die letzte Station, einen weiteren Tempel habe ich kurzerhand gecancelt, weil die Energie nach ca 4 km Bergsteigen einfach nicht zurück kommen wollte. Die Rückfahrt war aber auch so interessant genug, weil ich nochmal einen interessanten Einblick in die Landschaft und das Leben der Einheimischen bekommen hab: Sand, Staub, kleine Wellblechhütten zwischen neu gebauten Steinhäusern und das satte Grün der Bäume. Im Hotel angekommen gabs erstmal ne kräftige Dusche, denn der rote Staub setzt sich überall ab und dann ab in die Pub Street. Schön ein Bierchen gezwischert und ein wenig die Geschäfte und Leute betrachtet. Dann war ich aber auch schon viel zu müde und ein Tuk Tuk brachte mich ins Hotel zurück. Am nächsten Morgen bin ich nur kurz fürs Frühstück aufgestanden und hab dann nochmal ein Paar Stündchen das tolle Riesenbett genossen, bevor ich mich auf den Weg zum Internetkaffee machte, um einen Flug nach Hong Kong zu buchen. Ja, genau: HONGKONG!!! Am Pool hab ich mich dann ausgiebig auf HK vorbereitet und meinen Ausdruck von Wikitravel gelesen. Eigentlich wollte ich eine Kopie vom HK Lonly Planet kaufen, aber die waren alle derart schlecht, dass man sie nicht lesen konnte. Leider kamen nach zwei Stunden große Wolken und es wurde sehr windig. Doch es stand ja der Nachtmarkt auf meinem Programm. Ich habe mich sehr geärgert, dort nicht schon eher gewesen zu sein. Ganz viele Stände und unheimlich viele Souvenirs, gekrönt mit einer Pediküre und einer Kopf-Schulter-Nacken-Massage. Herrlich! Doch meine Füße wollten einfach nicht mehr laufen und so ging es, ihr werdet es erraten, in die Pub Street. In meinem dortigen Liebligscaffee gabs sogar grandiose Livemusik und mein letzter Abend ging sehr gemütlich und fröhlich langsam zu Ende. Am nächsten Morgen bekam ich dann den Schreck meines Lebens. Als ich meine Zimmerrechnung bezahlen wollte, funktionierte keine meiner Karten und meine Travellerchecks wollten sie nicht annehmen. Und das morgens um halb sechs!!! Weil ich nun echt nichts machen konnte und kein Bank offen hatte, haben sie dann doch meine Checks genommen und ich hatte ein sehr kurzes Frühstück, bevor mich ein Tuk Tuk, immernoch mit Herzrasen, zum Flughafen brachte. Auch dort wollte keine Karte am Automat funktionieren und so hab ich für Flughafensteuer und zwei Flaschen Wasser tatsächlich meinen letzten Dollar ausgegeben. Was für ein Horror! Denn ich musste ja noch mit dem Bus von Kuala Lumpur nach Alor Star und von dort zur UUM! Glücklicherweise fand sich am Flughafen in K.L. ein Automat, der mir genug Geld für die Rückfahrt gab und mein Blutdruck beruhigte sich allmählich. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich im Busterminal im Herzen K.L.s ankam. Unwahrscheinliches Gewusel, tausende von Menschen und ungefähr dreihundert Leute, die mir unbedingt ein Ticket verkaufen wollten. Ticket kaufen war also einfach, aber Hunger hatte ich ja auch langsam wieder, doch der Bus sollte ja in zwei Minuten abfahren. Fuhr er nicht und so wartete ich hungrig und durstig auf den Bus, der sich so gar nicht identifizieren lassen wollte. Als er endlich kam, verkaufte der Fahrer auch Wasser. Im nu schlief ich den tiefen Schlaf der Gerechten und wachte nur an der nächsten Haltestelle kurz auf, um was zum Essen zu besorgen. Der nächste Schreck kam, als ich das nächste Mal aufwachte und fest stellte, dass ich nicht wie geplant in Alor Star, sondern in Penang war, was mal so gar nicht direkt auf der Route liegt. Leider fuhr der Bus schon wieder und ich konnte nicht fragen. Langsam machte ich mir doch Sorgen, denn es war schon dunkel und ich wusste nicht, wann der letzte Bus zur UUM fuhr. Zur nächsten Pause fragte ich dann den Busfahrer, der mich selbstverständlich nicht verstand. Ein netter anderer Reisender übersetzte mir dann, dass ich am besten mein Gepäck nehme und hier (Autobahnraststätte) auf den nächsten Bus warte, denn der führe jetzt nicht noch über zwei andere Städte, sondern direkt nach Alor Star und, achja, der letzte Bus zur UUM war schon längst weg. Also stieg ich mitten im Nirvana in einen anderen Bus und hoffte inständig, der nette Typ hätte unrecht, was den Bus zur UUM angeht. So richtige Panik hatte ich allerdings doch nicht, denn ich hatte nicht das Gefühl, dass mich irgendwer übers Ohr hauen will, ich hatte halt nur nicht gefragt, ob dies ein direkter Bus nach A.S. ist. Pech für mich. Tatsächlich war ich eine Stunde später (23 Uhr) in Alor Star und der Bus zur UUM war vor zwei Stunden das letzte Mal gefahren. Also nahm ich ein Taxi. Als der Fahrer hörte, woher ich gerade kam, setzte er sich verschmitzt lächelnd sofort seine Mund-Nase-Gesichts-anti-Krankheitserreger-Maske auf, denn hier haben alle unwahrscheinliche Panik vor der Schweinegrippe. Ich denke nicht, dass ich krank bin. Doch ihm war das nicht klar. Nachts halb zwölf erreichte ich dann erleichtert und schlag kaputt die UUM. Auf dem Weg zum Zimmer (dessen Schlüssel ich ja verloren hatte) begegnete ich zum Glück Geiza, die im selben Zimmer wie ich ist. Und was für ein Zufall: sie kommt aus Hong Kong und strahlte wie ne Honigmelone, als ich ihr von meinem gebuchten Flug in ihre Heimat erzählte. Noch bevor ich meinen Rucksack abgestellt hatte, hatte ich ein Packet von Infobroschüren in der Hand. Der Abend endete auf Vanjas Bett mit einem eingeschmuggelten Bier und dem Austausch von Reiseerfahrungen, denn Vanja, Ksenija und Oznur waren ebenfalls unterwegs gewesen.

Eure um einige Eindrücke reichere Liv

Eingestellt von Olivia1986 00:02 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

Allein in Kambodscha

...oder: ein grandioser Geburtstag...

sunny

Hallo liebe Leser!

Erstmal: GANZ LIEBE GRUESSE AUS KAMBODSCHA!!!!

Ich kann es selbst kaum glauben: ich bin tatsaechlich allein nach Kambodscha geflogen und hatte dabei auch noch Burtseltag!
Also mal von Anfang an: Dylan und ich sind vorgestern mit dem Bus nach Kuala Lumpur gefahren. Das hat sechs Stunden gedauert, aber wir konnten die Zeit super mit Schlafen verbringen, denn die Nacht vorher hatten wir beide nicht so viel davon! Schnell war auch fuer schmales Geld eine Unterkunft gefunden (sechs Leute gemischten Geschlechts in einem Schlafraeumchen ohne Fenster, aber tolle Duschen mit warmen Wasser!). Schnell Zeug rein geworfen, geduscht, umgezogen und ab zum Chicken Satay *hmmmmm* In der Partymeile der Stadt ahben wir dann mit einem kalten Bierchen in meinen Geburtstag reingetrunken. Leider war ich viel zu muede fuer irgendwas partymaessiges und so gings fuer zwei Stunden nochmal in die Heia. Vier Uhr morgens weckte das Handy dann alle und Dylan brachte mich zum wirklich 1,5 Stunden mit dem Bus entfernten Flughafen. Um diese Uhrzeit war das eine Wirkliche Tortour! Belohnt wurde ich dann im Flugzeug mit nem freien Sitz neben mir und der Einsicht, dass ich in diesem Flugzeug nicht die laengsten Beine hatte (Beinfreiheit=0), denn die Riesenaustralier hatten viel groessere Probleme und durften daher am Notausgang sitzen. Ankommen in Siem Reap, Passfoto vergessen, kein Problem, Visum gekauft, Los gings! Und zwar mit dem Motorradtaxi zum Hotel! Fuer zwei Euro war das ein Riesenspass fuer mich! Im Hotel angekommen, Begruessungsdrink bekommen, mich im Fruehstuecksbuffet eingekauft, prompt Zimmer anschliessend bekommen und mich wie Bolle gefreut, dass es so schoen ist. Schlafen gelegt, mit Monsterkarter aufgewacht, Rezeption angerufen, keine Aspirin fuer mich ("Wir koennen Ihnen keine Medizin geben, aber wir fahren Sie kostenlos ins Krankenhaus!"), in Klamotte gequaelt, Strasse ueberquert, Aspirin Plus C gekauft, geschluckt, ne Stunden ausgeruht, Ganzkoerpermassage genossen, mich wie neu gefuehlt, mir die Gegend angesehen, geschockt gewesen, Franzosen kennengelernt, Spass gehabt, gut gegessen, tanzen gewesen, wie nasser Sack ins Bett geplumpst, morgens Fruehstueck verpennt, Fruehstuecken gegangen, mit Tuk Tuk zum achten Weltwunder gefahren, ungefaehr hundert Kilometer durch Tempel gelaufen, Sonnenuntergang mit Wolken doof gefunden, geschenktes Abendessen vom Hotel genossen, rumgelaufen, bettelnde Kinder abgewimmelt, Bier getrunken, Internetkaffee gefunden, Deutsche kennengelernt und jetzt muede genug fuer Bett! Sorry fuer die Kurzfassung, ausfuehrliche Berichte gibts sowieso nochmal, wenn ich wieder da bin! *lach
Morgen fahr ich nochmal zu den Tempeln von Angkor Wat und schaue mir etwas abgelegenere an und teste anschliessend den pool. Vielleicht ist es auch morgen wolkenlos genug fuer den Sonnenuntergang ueber Angkor Wat?!

Ich werde Euch weiter berichten und Euch immer mehr vermissen!
Eure Liv

Eingestellt von Olivia1986 09:54 Archiviert in Kambodscha Kommentare (0)

Manche Tage sind komisch....

Ein gleichzeitig schöner und trauriger Tag

all seasons in one day

Liebe Leser,

Heute war ein sehr merkwürdiger Tag. Eigentlich sollten wir heute wieder Tanzunterrichzt bekommen. Wir sind die Mädels aus Korea, die Mädels aus Slovenien und ich. Gelernt wird ein malasischer Tanz, der gar nicht mal so einfach ist. Nach einer langen Nacht habe ich mich aus dem Bett gequält, wiedermal fest gestellt, dass alle außer mir zu spät am Treffpunkt sind, um dann nach einem nicht ganz kurzen Fußmarsch zu erleben, das die Mädels, die uns den Tanz beibringen, nicht kommen würden. Daraufhin entschied ich, mit den anderen (nicht tanzenden) Mädels zum Einkaufszentrum zu fahren. Am Donnerstag habe ich nämlich meinen USB-Stick sammt aller meiner (selbsredend von den Memorycards gelöschten) Fotos verloren und brauchte einen neuen. Die Fotos konnte ich teilweise von den Memorycards retten, einige habe ich wohl für immer verloren und auch die Videos sind teilweise hinüber. Naja, wie auch immer...die meiste Zeit haben wir wieder im Caffee verbracht und da gesessen, im Netz gesurft (ihr findet neue Fotos im Blog) und genossen, nicht in der fast völlig menschenleeren UUM zu sitzen. Anschließend waren wir für das abendliche Grillen einkaufen. Fleisch zu bekommen, ist hier gar nicht so einfacht, schon gar nicht, wenn man es auch bedenkenlos essen will...von Schwein oder Rind ganz zu schweigen. Im Supermarkt gabs kein Fleisch, nur Hünchen und das wird hier nicht als Fleisch gezählt ("Chicken or Meat?"). Also auf zum "traditionellen Markt", der sich als normaler und doch absolut wiederlicher Nahrungsmittelfreiluftmarkt entpuppte. Ungekühlter Fisch, frei rumhängendes Fleisch, gammlige Bananen...beinahe hätte ich mich übergeben! Zurück in der UUM, gabs keine Pause, denn ich musste schnell Sachen packen, bevor wir alle zum Grillplatz liefen. Und wie ich dort so gemütlich am Wassermelone teilen bin, rufen uns die Mädels zum Meeting (das ist selbst zur späten Abendstunde nicht so ungewöhnlich). Doch diesmal war was anders, denn plötzlich fingen alle an, Happy Birthday zu singen. Und sie sangen nicht nur den Namen der Indonesin Helmi, sondern auch meinen, denn wir haben beide in den nächsten Tagen Geburtstag und heute war der letzte Tag, bevor alle in die Ferien oder heim fahren. Zusammen bekamen wir eine Geburtstagstorte und je eine Geburtstagskarte. Über die habe ich mich besonders gefreut, weil auf der auch Leute unterschrieben haben, die schon nicht mehr hier sind (zum Beispiel Michael aus Polen)...und sie haben nicht nur unterschrieben, sonder jeder hat einen kleinen Spruch geschrieben, der das ganze sehr persönlich macht. Wir haben bis jetzt gefeiert und gegessen und ein Bierchen gabs verbotener weise auch. Die Karte stecke ich gleich in meine Tasche, um sie morgen mit zu nehmen. In der Frühe fahren Dylan (GB) und ich mit dem Bus in die Hauptstadt, beziehen ein Zimmer im Hostel und dann wird in einem recht berühmten Club in meinen B-Day rein gefeiert. Ich rechne nicht damit, besonders viel Schlaf zu bekommen, denn ich muss schon um fünf am Flughafen sein, um meinen Flug nach Kambodscha zu bekommen. Ja, ihr lest richtig: Kambodscha. Genauer Siem Reap. Dort habe ich ein sehr schönes Hotel für vier Nächte gebucht und habe vor, mich dort a) am Pool zu entspannen, b) mit vielen tollen Leuten zu unterhalten und c) mit einer monströsen Tempelanlage auseinander zu setzen, die Weltkulturerbe ist. Ich freue mich schon mächtig auf die nächsten Tage. Doch trotzdem war heute auch ein trauriger Tag: Ich musste mich von Helmi verabschieden, mit der ich bei der Ankunft im selben Flieger saß, die koreanischen Mädels habe ich heute auch zum letzten mal gesehen und Ha aus Vietnam hat aus ganz vielen Fotos ein Abschiedsvideo zusammen gestellt!
Langsam aber sicher neigt sich mein Praktikum (oder was auch immer es ist) dem Ende zu und ich freue mich immer mehr, wieder heim zu kommen. Es gibt so viele Dinge, die ich unheimlich vermissen. Abgesehen von Familie und Freunden, wäre da noch mein sauberes, tierloses Bad zu nennen, Küchen aus denen keine Kakerlaken krabbeln, mein Bett (auch tierfrei), mein gewohntes Essen (besonders Frühstück, denn ich hatte hier nicht ein einziges Mal, auch nciht im Hotel, ein Schokibrötchen :-(), Fleischstücken im Essen, die keine Knochen mehr enthalten, Temperaturen, die einen nicht zu schwitzen bringen, nur weil man sitzt und sich versucht, nicht zu bewegen, eine Waschmaschiene, die mit warmen Wasser wäscht, fremde Klos, die Klopapier enthalten, Häuser (Kantinen und Mensen inbegriffen), die ringsrum vier geschlossene Wände haben und Leute, die meine Sprache sprechen. Der Vollständigkeit halber nenn ich hier auch mal meine Arbeit und das Studium :-)
In einigen Tagen, werde ich Euch vom Megatempel berichten und neue Fotos hochladen, die ich zum Teil auch von den anderen bekommen hab, die meinen Foto-Worst-Case verstehen.

Zum Abschluss noch Mal eine kleine Geschichte von unserem lieben Landsmann Stephan: Auf dem Weg zurück vom Grillen mit der Gruppe, rennt er plötzlich los, wie ein besengter (ganz schön schnell das Kerlchen) und keiner weiss, warum (außer ihm). Da er heute schon ungefähr fünf Mal verloren gegangen ist, hab ich mir nichts weiter gedacht, bis ich plötzlich eine SMS von seinem Handy bekomme, er hätte sein Telephon in einem Essenraum in einem anderen Studiwohnheim vergessen und ich solle ihm doch bitte bescheid geben, er solle es holen. Wie aber ihm bescheid geben, wenn er kein Handy hat und mal wieder keiner weiss, wo er ist (telephonisch hatte ich von den anderen erfahren, dass diese auch ahnungslos waren). Also beschloss ich, selbst dort hin zu laufen (das ist mächtig nett von mir, weil es nachts halb drei war). Auf dem Weg traf ich ihn zum Glück, ihm war aufgefallen, dass was fehlte und er hatte sein Handy schon selbst zurück geholt. Wasn T**tt*l! Nicht, dass der mir mal bescheid gibt, dass er sein Handy schon wieder hat... Naja, ich hab mit den anderen Mädels sehr gelacht, als ich die Nachricht erhielt, dass wars wert ;-)

Bis bald,

Eure Liv

Eingestellt von Olivia1986 13:10 Archiviert in Malaysia Kommentare (0)

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